Italienisches Stahlwerk in Sachsen: „Wir können doch nicht alle immer nur weniger arbeiten“

Lesezeit: 5 Min.
Vor 30 Jahren zog der Italiener Giuseppe Pasini im sächsischen Riesa ein Stahlwerk hoch. Heute vermisst er den Elan dieser Zeit. Ein Gespräch über die richtige Wochenarbeitszeit und seine Erwartungen an die neue Bundesregierung.
Es war Giuseppe Pasinis Vater, der das Stahlunternehmen Feralpi 1968 im norditalienischen Brescia gegründet hatte. In einer dieser norditalienischen Industriegegenden, die strategisch gut gelegen sind: im Westen Mailand, im Osten die Adria, im Norden geht es weiter zum Gardasee und noch weiter zum Brenner. Es war dann der Sohn, der mit Feralpi vor mehr als 30 Jahren nach Deutschland ging und in Sachsen investierte. Heute macht das Unternehmen einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro. Pasini, 63, sitzt in seinem Büro in Norditalien, ist über Teams zugeschaltet – und möchte zu einigen Dingen gerne mal seine Meinung sagen.
süeddeutsche